Design Thinking für Innovationsprojekt bei A+W

Design Thinking bei A+W: Neue Wege zur Entwicklung von Dienstleistungen

Im Verlauf der letzten zwei Jahre hat A+W in einem Innovationsprojekt neue Dienstleistungen zur Zusammenarbeit mit Energieversorgungsunternehmen (EVU) entwickelt. Mevina Feuerstein ist Senior Consultant bei A+W und leitet dieses Projekt. Im Interview erzählt sie, wie sie bei Amstein + Walthert die Kunden in den Entwicklungsprozess einbindet.

Warum hat A+W das Innovationsprojekt lanciert?

Die Energiebranche befindet sich im Umbruch: Integration von erneuerbarer Stromerzeugung, Anforderungen von Kunden mit Elektromobilen sowie die angekündigte volle Strommarktöffnung. Dies fordert vor allem kleinere und mittlere EVU heraus.

Im Jahr 2017 führte Amstein + Walthert einen internen Strategieprozess zum Thema Energie durch. Dabei hat A+W erkannt, dass wir die EVU mit einem besser abgestimmten Dienstleistungsangebot noch expliziter ansprechen könnten. Mit der langjährigen Erfahrung im Energiebereich der Amstein + Walthert Gruppe, insbesondere der Schnyder Ingenieure, können wir EVU einen Mehrwert bieten. So wurde das konzernübergreifende Innovationsprojekt zur Entwicklung neuer Dienstleistungen für EVU lanciert.

Wie hat Amstein + Walthert bei diesem Innovationsprojekt Kunden eingebunden?

Wir gestalteten den Prozess von Anfang an partizipativ: Zuerst führten wir Gespräche mit EVU, mit welchen wir Kontakte pflegen. Dabei brachten wir in Erfahrung, welche Herausforderungen sie überwinden müssen. Zudem erfuhren wir, wo sich die EVU unsere Unterstützung wünschen.

Parallel dazu analysierten wir Mega- und Branchentrends. Dabei stellten wir fest, dass die Digitalisierung die Energiebranche am stärksten beeinflusst, ähnlich wie in anderen Bereichen. Die Digitalisierung gibt Anstoss für neue Entwicklungen, wartet aber zugleich mit schwierigen Herausforderungen auf.

Und was passierte anschliessend mit diesen Kundeninputs und Analysen?

Die Kundengespräche und die Trendanalyse bildeten die Basis für die Entwicklung neuer Dienstleistungsideen. Aus den vielen Ideen wählten wir etwa zehn aus, in denen wir das grösste Potential sahen. Für diese fertigten wir anschliessend Lösungsskizzen an: Dabei formulierten wir die ausschlaggebende Herausforderung seitens EVU und zeigten auf, wie die künftige Zusammenarbeit funktionieren könnte.

Diese Lösungsskizzen haben wir mit potenziellen Kunden diskutiert. So bekamen wir eine Fülle an Inputs für die Weiterentwicklung der Dienstleistungen. Zudem gaben uns die Kunden aber auch Hinweise zur Wichtigkeit und Dringlichkeit dieser Themen bei den EVU. Aus dem Kundenfeedback sind sechs neue Dienstleistungen in diversen Bereichen wie Cybersecurity-Beratung, Nachhaltigkeits-Reporting und Netzplanung hervorgegangen.

Innovationsprojekt mit Kundenfeedback bei A+W

Ist A+W jetzt am Ziel angekommen? Wie geht es mit den Dienstleistungen weiter?

Am Ziel sind wir nie. Das Entwicklungsprojekt ist zwar abgeschlossen, aber jetzt wollen wir Pilotprojekte zusammen mit Kunden umsetzen. Danach werden wir wieder einen Schritt zurück machen: Gemeinsam mit den Pilotkunden werden wir die Projekte evaluieren und schauen, ob die Dienstleistung für den Markt bereit ist. Falls ja, können wir die Dienstleistungen skalieren und ausrollen.

Was hat A+W während des Innovationsprojekts gelernt?

Als Unternehmen haben wir erstmals einen grösseren Dienstleistungs-Entwicklungsprozess durchgeführt. Dabei haben wir Erfahrungen gesammelt, wie wir Kunden in den Entwicklungsprozess einbinden können. Zudem konnten wir unsere Kompetenzen intern vernetzen, insbesondere zwischen A + W und Schnyder Ingenieure. Ich fand es toll, wie sich unsere Kunden und die Mitarbeitenden von A + W im Projekt engagiert und gemeinsam etwas gestaltet haben.

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Die Energielösungen von Amstein + Walthert sind dezentral, digital und dekarbonisiert.

Über den Autor:
Balduin Dettling – Praktikant
Seit 2019 bei Amstein + Walthert
Seit 2019 bei Amstein + Walthert
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