Moritz Meier erzählt über seine Arbeit als Solar Energy Engineer bei Amstein + Walthert und über seine spannendsten Projekte.

Auf dem Weg in die Solarstromzukunft: Moritz Meier im Interview

Erneuerbare Energien wie Photovoltaik und Solarthermie werden in der Gebäudetechnik immer wichtiger. Bei A+W arbeiten Experten für Solarenergie, die wissen, wie Sonnenstrahlen in Strom umgewandelt und ergo als Energiequellen genutzt werden können. Moritz Meier, Projektleiter Energie & Nachhaltigkeit und Masterstudent Solar Energy Engineering, berichtet im Interview über seinen vielfältigen Alltag.

Moritz, was macht ein Solar Energy Engineer?

Ein Solaringenieur sorgt dafür, dass die Energie der Sonne möglichst effizient geerntet und genutzt werden kann. Die Anwendungen von Solarenergie sind sehr vielfältig. So kann sie für die Stromerzeugung genutzt oder zur Beheizung von Einfamilienhäusern bis hin zu komplexen Industrieprozessen eingesetzt werden. Als Solaringenieur muss man das Gesamtsystem verstehen: Man muss wissen, wie die Sonnenstrahlen in Strom und Wärme umgewandelt werden, wie und wofür die Energie genutzt und wo die Solarenergie gewonnen wird. Mit diesem Wissen werden die Grösse, die Anstellwinkel, die Wahl der Technologie etc. genau so dimensioniert, dass möglichst viel erneuerbare Energie gewonnen werden kann und diese genau dann zur Verfügung steht, wenn sie benötigt wird.

Ein Grossteil der Arbeit als Solar Energy Engineer erledigt Moritz Meier bei Amstein + Walthert am Computer.

Was fasziniert dich an der Solartechnologie? Warum Solarenergie und nicht etwa Wind?

In erster Linie ist es wichtig, dass es sich um erneuerbare Energie handelt. Der Energiebedarf unserer Gesellschaft ist enorm, und dieser muss künftig zwingend aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden.

Die Sonne ist eine derart grosse Lieferantin von erneuerbarer Energie, dass es nur logisch ist, diese zu nutzen. Die Solaranlagen erlauben uns dies und machen die Sonnenenergie als Strom und Wärme nutzbar. Bei der Produktion von Solarstrom fasziniert mich vor allem der physikalische Vorgang der Umwandlung von Sonnen-Photonen in Elektronen, die wir dann wieder als Strom wahrnehmen. Bei der thermischen Solaranlage sind es insbesondere das komplexe Zusammenspiel von Bedarf, Erzeugung, Speicher und Regelung sowie die vielen Anwendungsmöglichkeiten, die extrem spannend sind. Nur mit dem physikalisch fundierten Verständnis der solaren Energiegewinnung können wir Anlagen bauen, die exakt auf die Bedürfnisse unserer Kunden abgestimmt sind.

Wie bist du auf Amstein + Walthert als Arbeitgeber gekommen?

Rückblickend war ich wohl einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Mit meinem Hintergrund als Heizungsplaner war mir A+W natürlich ein Begriff. Ich habe mich damals spontan beworben und habe glücklicherweise gleich in einem tollen Bereich mit einem coolen Team einen Platz gefunden.

Was ist dein derzeit spannendstes Projekt bei A+W? Warum und was sind deine Aufgaben?

In Bezug auf Solarenergie dürfen wir bei Amstein + Walthert regelmässig Projekte bearbeiten, die das Ziel haben, möglichst viel Sonnenenergie gleich selbst zu nutzen und so unabhängiger zu werden. Vor allem bei grösseren Projekten stellt uns dies als A+W-Solarteam immer wieder vor interessante Herausforderungen. Mit Hilfe von dynamischen Simulationen, Fachwissen und technischer Kreativität finden sich aber jedes Mal individuell zugeschnittene Lösungen.

Moritz Meier ist bei A+W bei verschiedenen Solarenergie-Projekten beteiligt.

Wie prognostizierst du die Entwicklungen der nachhaltigen Energie in der Schweiz?

Aus meiner Sicht haben wir keine andere Wahl als nachhaltiger zu werden. Als Ingenieurbüro sind wir bei Amstein + Walthert in der Pflicht, bezüglich erneuerbarer Energien fit zu sein und unsere Kunden in eine erneuerbarere Energiezukunft zu begleiten. Dazu gehört, fossile Standardlösungen kritisch zu hinterfragen und innovative, rein erneuerbare Lösungen zu entwickeln. Das beinhaltet auch, alle potenziellen Flächen für Solaranlagen zu nutzen. Wir müssen daran arbeiten, dass wir innert weniger Jahre den Wärme- und Strombedarf unserer Kunden zu 100 % erneuerbar decken können.

Welches sind die nächsten Ziele, die du bei Amstein + Walthert erreichen möchtest?

Gerne würde ich Projekte bearbeiten, bei welchen Erneuerbarkeit und CO2-Freiheit als mindestens genauso wichtig betrachtet werden wie die Wirtschaftlichkeit. Interessieren würden mich Projekte wie Fernwärmenetze mit Solarenergie oder autarke Areale und Lösungen mit integrierten Solaranlagen (z.B. in Fassaden). Solche Projekte sind interdisziplinär und entsprechend interessant – mit dem vorhandenen Know-how und der breiten, thematischen Aufstellung ist A+W bestens gerüstet für solche Projekte der Zukunft.

Möchtest auch du spannende Projekte bearbeiten und dich spezialisieren? Schau dir unsere offenen Stellen an. Wir freuen uns auf spannende Bewerbungen!

Über den Autor:
Sibel Karaman – Direktionsassistentin
seit 2011 bei Amstein + Walthert
seit 2011 bei Amstein + Walthert
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