Technik am Bau: ALPIQ Intec Geschäftsführer Theo Joos im Interview

Als langjähriger Partner von Amstein + Walthert zählt ALPIQ zu den Unternehmen, die sich der Technik am Bau verschrieben haben. An unserem Kundenanlass in Chur vom 29.05.2018 haben wir deshalb die Gunst der Stunde genutzt, um etwas mehr über die zukunftsweisenden Technologien zu erfahren.

Durch die langjährige Zusammenarbeit zwischen ALPIQ und Amstein + Walthert blicken wir zurück auf eine Vielzahl erfolgreicher Projekte. Als zentrales Thema unseres gemeinsamen Vorhabens dient die Technologie am Bau. Dazu gehört auch der Einsatz von Building Information Modeling (BIM). Im Interview mit ALPIQ Intec Geschäftsführer Theo Joos wollen wir deshalb mehr über den Einsatz von BIM erfahren und welchen Stellenwert Technologien heute auf der Baustelle haben.

Theo, wird BIM bei der ALPIQ bereits angewendet und wenn ja, in welcher Tiefe und bei welchen Projektarten?

Selbstverständlich. Die Digitalisierung in der Baubranche ist ALPIQ Intec ein grosses Anliegen. Mit BIM beschäftigen wir uns seit gut 2 Jahren und können mit unserer Lead-Region Basel bereits ausgewiesene Erfahrung vorweisen. Als einer unserer Grosskunden setzt Roche ausschliesslich auf BIM. Aus diesen Projekten stammt unsere gesamte Grundlagenerarbeitung. Über Fachgruppen wird das Wissen intern weitergegeben, wodurch wir uns natürlich auch langfristig im Umgang mit BIM positionieren wollen.

Was sind deine persönlichen Erfahrungen im Umgang mit BIM bei den Projekten, die ALPIQ in den letzten Jahren verwirklicht hat?

Für das Projekt «098» in Basel – ein 100% BIM-Projekt – durften wir Heizung und Lüftung machen. Das ist nicht selbstverständlich. Denn, obwohl viele Projekte als BIM klassifiziert sind, werden nicht alle Teilbereiche mit dieser Methode durchgeführt. Die Region Basel ist in puncto BIM ein Vorreiter, rund 50 % des Auftragsbestandes soll bis 2019 mit BIM abgewickelt werden. Aber auch in anderen Bereichen der Schweiz gewinnt BIM sukzessive an Bedeutung – aktuelle Projekte reichen vom Oberengadin bis hin zu Domat/Ems.

Kannst du dir vorstellen, dass in Zukunft deine Fachleute mit Tablet anstelle von Plänen die Ausführungen erstellen?

Das ist bereits heute der Fall. In Basel laden unsere Kollegen vor dem Baustellengang die aktuellen Daten auf ihr Tablet und arbeiten anschliessend digital «nach Plan». Eine Selbstverständlichkeit ist dies jedoch noch nicht, denn die Infrastruktur hierzu muss gegeben sein und ist nicht ganz unproblematisch. Sowohl finanziell, als auch in der Anwendung – hierfür beziehe ich mich vor allem auf die Tatsache, dass die Geräte auch in gut isolierten Räumen einsetzbar sein müssen.

Wie stehst du zu neuen Technologien wie beispielweise der Mixed Reality Brille? Werden diese Tools zukünftig zum Standard-Werkzeug auf dem Bau?

Momentan ist es vielleicht noch etwas schwer vorstellbar, aber die Tools funktionieren. Insofern glaube ich schon, dass sie ihre Berechtigung haben werden. Meine Kollegen befürworten Mixed- und Virtual Reality-Technologien im Bauwesen, auch wenn sie vielleicht heute noch nicht ganz «baustellenreif» sind. Auf diese Technologien setzt Alpiq. Deshalb wird die Technologie ab Juni einen öffentlich zugänglichen Ort haben – wir nennen ihn momentan noch «Virtual Reality-Room», den auch Sie gerne besuchen kommen dürfen.

Herzlichen Dank für das Interview, Theo.

Übrigens, unser Portfolio an massgeschneiderten Dienstleistungen und Lösungen zum digitalen Planen, Bauen und Bewirtschaften findest du in unserer aktuellen Broschüre zum Thema BIM.

Über den Autor:
Marion Jarusel – Unternehmenskommunikation & Marketing
seit 2017 bei Amstein + Walthert
seit 2017 bei Amstein + Walthert
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